Drei Schritte zur fertigen Website — Briefing, Entwurf, Live

Mehr braucht eine Firmenwebsite nicht. Drei klare Schritte, feste Verantwortlichkeiten, vier Wochen bis live.

Prozess Redaktion Unkompliziert Webdesign 5 Min. Lesezeit
Drei Pfeile — Symbol für klaren Schritt-Prozess
Foto: Jungwoo Hong / Unsplash

Klassische Webdesign-Prozesse haben acht bis zwölf Phasen: Discovery, Strategy, Information Architecture, Wireframing, UX Design, Visual Design, Content Strategy, Development, QA, Launch, Post-Launch Support. Jede Phase mit Meetings, Abnahmen, Dokumenten. Unser Prozess hat drei Schritte. Briefing, Entwurf, Live. Wie geht das — und was bleibt auf der Strecke? Hier ist die Erklärung.

Schritt 1: Briefing — was wir besprechen

Das Briefing ist eine einzelne Stunde (manchmal zwei Termine). Am Telefon, per Videocall oder vor Ort. In dieser Zeit klären wir alles Nötige, um anfangen zu können:

  • Was Ihr Unternehmen macht und wer Ihre Zielgruppe ist
  • Was die Website konkret erreichen soll
  • Welche Inhalte und Sektionen nötig sind
  • Die visuelle Richtung (Farben, Schriften, Stil)
  • Technische Rahmenbedingungen
  • Termine und Verantwortlichkeiten
  • Den Festpreis für das Projekt

Nach dem Briefing erhalten Sie ein schriftliches Protokoll mit allen Entscheidungen. Das ist Ihr Vertrag. Alles, was drinsteht, ist Teil des Projekts.

Was wir NICHT im Briefing machen: Keine Workshop-Übungen, keine Persona-Entwicklung, keine User Journey Mapping, keine Wireframe-Skizzen. Das sind Prozess-Elemente, die in großen Projekten Sinn machen — aber bei einer typischen Mittelstands-Firmenwebsite nur Zeit kosten.

Schritt 2: Entwurf — was Sie zu sehen bekommen

Nach dem Briefing starten wir direkt mit dem Entwurf. Wichtig: Wir arbeiten nicht in Photoshop oder Figma, sondern direkt in HTML. Das hat drei Gründe:

  1. Sie sehen die echte Website, nicht eine hübsche Bild-Darstellung, die am Ende anders implementiert wird.
  2. Browser-Verhalten ist sofort sichtbar — wie sich die Seite auf Mobile verhält, wie Animationen wirken, wie Performance ist.
  3. Änderungen sind schneller — statt erst das Design anzupassen und dann zu implementieren, passen wir direkt den Code an.

In Woche 2 bekommen Sie einen Link zur Vorschau-URL. Dort können Sie:

  • Die Website auf jedem Gerät testen (Desktop, Tablet, Smartphone)
  • Alle Sektionen anschauen
  • Formulare ausprobieren
  • Performance testen (Google PageSpeed Insights)

Ihr Feedback geben Sie in der Korrekturschleife. Sie sammeln alle Punkte und schicken sie gebündelt — nicht häppchenweise. Das ist effizienter für beide Seiten. Wir haben einen klaren Arbeitsauftrag, Sie haben Zeit, alles in Ruhe durchzugehen.

Die Korrekturschleife umfasst alle Änderungswünsche, die innerhalb von drei Werktagen nach der ersten Entwurfs-Präsentation kommen. Danach beginnt die finale Phase.

Schritt 3: Live-Schaltung — was wir übernehmen

Nach der Korrekturschleife gehen wir in die finale Phase. In dieser Zeit:

  • Finalisieren wir Inhalte und Texte
  • Optimieren wir alle Bilder
  • Bauen Schema-Daten und SEO-Grundlagen ein
  • Testen alle Links und Formulare
  • Führen technische Qualitätskontrollen durch (Lighthouse, Accessibility, etc.)
  • Richten das Hosting und SSL ein
  • Stellen die DNS um

Am Live-Tag wird die Website öffentlich erreichbar. Wir machen einen kurzen Abschluss-Walkthrough mit Ihnen: was wo zu finden ist, wie das Hosting läuft, wie Sie uns für spätere Änderungen erreichen. Danach läuft die Website.

Was nach dem Live-Gang passiert: Sie entscheiden. Entweder pflegen Sie die Website selbst — Sie bekommen alle Quelldateien und können damit arbeiten. Oder Sie buchen das Hosting-Paket, in dem laufende Änderungen über E-Mail an uns laufen. Beide Optionen sind möglich und werden im Briefing geklärt.

Warum genau drei Schritte und nicht mehr

Drei Schritte sind das Minimum, das für ein sauberes Projekt nötig ist:

  1. Schritt 1 (Briefing) klärt, was gebaut werden soll
  2. Schritt 2 (Entwurf) baut es und lässt es prüfen
  3. Schritt 3 (Live) setzt es ein

Alles, was darüber hinausgeht, sind Zwischenstufen, die bei kleinen Projekten kaum Mehrwert bringen:

  • Discovery-Phase: In unserem Modell Teil des Briefings
  • Strategy-Phase: Ebenfalls Teil des Briefings
  • Information Architecture: In vier Sektionen und drei Unterseiten braucht es keine separate Phase
  • Wireframing: Wir überspringen das und bauen direkt in HTML
  • Visual Design getrennt von Development: Wir machen beides zusammen, deshalb ist der Entwurf schon die echte Website
  • Content Strategy: Sie liefern Inhalte, wir strukturieren sie, das reicht

Jede übersprungene Phase spart Zeit, ohne dass das Ergebnis leidet. Das ist unser eigentliches Produktivitäts-Argument.

Welche Verantwortlichkeiten wann liegen

Klare Aufgabenverteilung:

Beim Briefing:

  • Sie: Bereiten sich vor mit Zielen, Zielgruppe, groben Inhaltsvorstellungen
  • Wir: Strukturieren das Gespräch und halten alles schriftlich fest

Beim Entwurf:

  • Wir: Bauen die Website
  • Sie: Liefern Texte und Bilder bis zum vereinbarten Termin
  • Sie: Geben Feedback in der Korrekturschleife

Bei der Live-Schaltung:

  • Wir: Machen die technische Umsetzung
  • Sie: Geben die finale Freigabe

Nach Live-Gang:

  • Sie: Entscheiden über Pflege-Modell (selbst oder Hosting-Paket)
  • Wir: Übergeben Quelldateien und bieten Support

Das sind überschaubare Aufgabenlisten. Ihre Zeit-Investition als Kunde liegt über das gesamte Projekt bei ca. 5-10 Stunden — inklusive Briefing, Inhalts-Lieferung und Korrekturschleife. Deutlich weniger als bei klassischen Prozessen mit wöchentlichen Abstimmungsterminen.

Was nach dem Live-Gang passiert

Die Website ist live — und dann? Drei Optionen:

Option 1: Eigenpflege. Sie bekommen die Quelldateien und können selbst Änderungen vornehmen. Funktioniert, wenn Sie oder ein Mitarbeiter Grundkenntnisse in HTML haben. Keine monatlichen Kosten.

Option 2: Hosting-Paket. Monatliches Abo (ab 15 Euro), in dem wir Hosting, SSL, Backups und Inhalts-Änderungen übernehmen. Sie schreiben eine E-Mail, wir setzen es um. Für die meisten Kunden die entspannteste Option.

Option 3: Hybrid. Sie pflegen selbst, kontaktieren uns nur für größere Änderungen, die über die einfachen Text-Updates hinausgehen. Wir rechnen diese Einzelfälle als Festpreis ab.

Welche Option für Sie passt, klären wir im Briefing. Die Entscheidung ist aber nicht endgültig — Sie können jederzeit wechseln.

Unkompliziert heißt nicht oberflächlich

Der Name unserer Marke ist Programm: Unkompliziert Webdesign. Das bedeutet nicht, dass wir an Qualität sparen — im Gegenteil. Es bedeutet, dass wir den Prozess so gestalten, dass Sie als Kunde möglichst wenig Aufwand haben.

Drei Schritte, vier Wochen, Festpreis, eine Korrekturschleife, klare Verantwortlichkeiten. Mehr braucht es nicht für eine professionelle Firmenwebsite. Alles andere ist Overhead, der sich im Ergebnis selten bezahlt macht — und oft im Ergebnis sogar schadet, weil er von der eigentlichen Arbeit ablenkt.

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